Immer mehr Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen. Besonders im Einkauf wird die Verantwortung für Umwelt- und Sozialaspekte entlang der Lieferkette immer größer. Doch wie lassen sich ESG-Kennzahlen (Environmental, Social, Governance) effizient und nachvollziehbar erfassen? Und wie kann der Einkauf dazu beitragen, valide Daten für das ESG-Reporting bereitzustellen?

In Einkaufsdaten liegen viele ESG-relevante Informationen verborgen. Ein integriertes Datenmanagement schafft hier den entscheidenden Mehrwert.

Alexander Steinhart, Supply Chain Partners

Datenmanagement gemeinsam denken

Einkaufsdaten bilden in vielen Unternehmen bereits heute die Grundlage für betriebswirtschaftliche Entscheidungen – sie zeigen, welche Materialien, Dienstleistungen und Lieferanten den größten Einfluss auf Kosten und Prozesse haben. Die gleichen Informationen sind auch für die Nachhaltigkeitsberichterstattung relevant. Wer weiß, was und wo eingekauft wird, hat eine gute Ausgangsbasis, um ökologische und soziale Auswirkungen der Beschaffungen zu bestimmen.

In der Praxis arbeiten Einkaufs- und Nachhaltigkeitsabteilungen jedoch häufig unabhängig voneinander. Oft ist nicht bekannt, welchen Mehrwert die vorhandenen Einkaufsdaten für das Nachhaltigkeitsmanagement und die ESG-Berichterstattung bieten können – insbesondere im Hinblick auf die vorgelagerten Scope-3-Emissionen eines Unternehmens, die maßgeblich durch eingekaufte Waren und Dienstleistungen beeinflusst werden.

Deshalb lohnt es sich, Datenmanagement im Einkauf und im ESG-Bereich gemeinsam zu denken. Einheitliche Datenstrukturen und abgestimmte Prozesse vermeiden doppelte Arbeit, erhöhen die Datenqualität und schaffen eine gemeinsame Faktenbasis. Das ermöglicht nicht nur eine effizientere Berichterstattung, sondern auch fundiertere Entscheidungen.

Die Kooperation von Supply Chain Partners (SCP) mit dem SCIO® Spend Cube und Akaryon mit dem ESG-Cockpit zeigt, wie das praktisch umgesetzt werden kann: Einkaufsdaten werden systematisch für ESG-Analysen aufbereitet und so für beide Bereiche nutzbar gemacht.

SCIO® – Supply Chain Intelligence Office

SCIO® (lat. ich weiß) steht für datengestützte Transparenz und Entscheidungsgrundlagen im Einkauf. Statt einer Standardsoftware, die selten zu individuellen Anforderungen passt, bietet SCP mit SCIO® eine flexible und praxisnahe BI-Lösung: modular aufgebaut, agil umsetzbar und exakt auf die Prozesse und Reifegrade des jeweiligen Unternehmens abgestimmt.

Im Zentrum steht der SCIO® Spend Cube, der dem Einkauf eine interaktive Analyse nach unterschiedlichen Dimensionen ermöglicht – etwa nach Warengruppen, Lieferanten, Standorten oder Artikeln. Einkaufsverantwortliche können damit Potenzialfelder identifizieren, Einkaufs-KPIs überwachen und ihre Ausgabenstruktur datenbasiert optimieren. So entsteht Transparenz über Kosten, Prozesse und Entwicklungen, die zuvor oft in heterogenen Datenquellen verborgen waren.

Darüber hinaus stehen weitere SCIO®-Module zur Verfügung, die sich gezielt kombinieren lassen, etwa zur Analyse von Marktpreisdaten, zur Ermittlung von Einsparpotenzialen, für Preisanalysen oder das Ersatzteilmanagement.

Auf der Website www.scp-scio.com stehen Demo-Versionen ausgewählter Module zur Verfügung, um einen praxisnahen Einblick in die Funktionalitäten zu erhalten.

Das ESG-Cockpit

Das ESG-Cockpit von Akaryon ist eine Plattform zur Erfassung und Auswertung von Nachhaltigkeitsdaten. Es ermöglicht Unternehmen, Informationen zu Energieverbräuchen, Emissionen und weiteren ESG-Kennzahlen zentral zu verwalten, zu verarbeiten und Berichte nach gängigen Standards wie ESRS, VSME, GRI oder EMAS zu erstellen.

Daten werden einmal erfasst und können mehrfach genutzt werden – etwa für Klimabilanzen (Corporate oder Product Carbon Footprint) oder unterschiedliche Berichtspflichten. Durch die strukturierte Datenerfassung und klare Schnittstellen bleibt die Nachvollziehbarkeit gewährleistet. Versionierung, Rollen- und Freigabesysteme schaffen einen klaren Audit-Trail und unterstützen eine revisionssichere Arbeitsweise.

Mit SCIO® werden Einkaufsdaten strukturiert aufbereitet und können nahtlos ins ESG-Cockpit integriert werden.

Matthias Krennmüller, Supply Chain Partners

Von Einkaufsdaten zum ESG-Bericht: Der Datenfluss in der Praxis

Für den Weg zum ESG-Bericht werden in SCIO® unterschiedliche Datenquellen integriert und einheitlich strukturiert. Daten aus ERP-Systemen (unabhängig vom Anbieter), Data-Warehouse, Excel-Listen oder anderen Quellen werden nach relevanten Dimensionen wie Warengruppen, Lieferanten oder Artikeln aufbereitet.

Über die Schnittstelle zum ESG-Cockpit werden Rechnungsvolumina oder Mengen (z. B. Kilogramm oder Stück) in relevante Nachhaltigkeitskategorien überführt. Das ESG-Cockpit ergänzt diese Daten um integrierte oder vom User hinterlegte Emissionsfaktoren.

Das Ergebnis: eine automatisierte Berechnung der CO₂-Emissionen auf Basis der eingekauften Materialien oder Dienstleistungen. Die aggregierten Werte werden im ESG-Cockpit in Dashboards und Berichten visualisiert – von der Standortebene bis hin zum Gesamtergebnis des Unternehmens.

So entsteht ein durchgängiger Datenfluss vom Einkauf bis zum ESG-Reporting, der den Aufwand für manuelle Erhebungen drastisch reduziert und gleichzeitig die Nachvollziehbarkeit erhöht.

Webinar: Einkauf goes ESG – So einfach kann Reporting sein

Wer unser gemeinsames Webinar zum Thema verpasst hat, kann die Aufzeichnung hier ansehen: Zur Webinar-Aufzeichnung.

Möchten Sie mehr über die Integration von Einkaufs- und Nachhaltigkeitsdaten erfahren? Wir beraten Sie gerne zu passenden Lösungsansätzen mit SCIO® und dem ESG-Cockpit.

Mehr erfahren: www.scp-scio.com | www.esg-cockpit.com